Erneuerbare Energie: Möglichkeiten für Hausbesitzer

Sonne und Holz: Das sind die wichtigsten erneuerbaren Energiequellen, die Hauseigentümer nutzen können.

Text – Raphael Hegglin

21.01.2021

Mit Sonnenenergie lässt sich ein bedeutender Teil des Energiebedarfs von Wohngebäuden decken: Solarkollektoren können über 60 Prozent des Warmwassers erzeugen und Photovoltaikanlagen können heute einen grossen Teil des Stroms für Haushalt und Elektromobilität produzieren.

Photovoltaik- und Solaranlagen zählen daher zu den Standardlösungen für Gebäudesanierungen gemäss MuKEn 2014. Und mit ihnen lassen sich weit mehr als nur die geforderten 10 % an erneuerbarer Energie erzeugen.

Sonne für Strom und Warmwasser

In der Standardlösung 1 der MuKEn bilden Sonnenkollektoren zur Wassererwärmung die erneuerbare Energiequelle. Die Grösse der Solarkollektoren muss mindestens 2 % der Energiebezugsfläche betragen. Pro Person im Haushalt sollte man für Flachkollektoren mit einer Fläche von 1 bis 1,3 m2 rechnen, für die effizienteren Vakuumröhren sind es 0,8 bis 1,0 m2.


Standardlösung 7 beinhaltet eine Warmwasserwärmepumpe und eine Photovoltaikanlage: Die Wärmepumpe gewinnt die Wärme für das Brauchwasser aus der Luft, dazu benötigt sie Strom. Diesen erzeugt eine Photovoltaikanlage. Sie muss eine Leistung von mindestens 5 Watt pro Quadratmeter Energiebezugsfläche haben. Reicht die Leistung – zum Beispiel im Winter – nicht aus, so hilft eine Gasheizung, das Wasser zu erwärmen.


Hohe Vorlauftemperatur möglich

Auch eine Holzfeuerung nutzt erneuerbare Energie und ist nahezu CO2-neutral. In der MuKEn-Standardlösung 2 ist die Holzheizung der Hauptwärmeerzeuger und erhitzt, wenn immer sie läuft, auch das Warmwasser. Für Ein- und Mehrfamilienhäuser bieten sich vor allem Pellets- und Stückholzheizungen an. Wobei erstgenannte wesentlich häufiger zum Einsatz gelangen, da ihr Betrieb automatisiert ist.


Trotzdem sind Holzheizungen im Betrieb etwas aufwendiger als andere Heizsysteme. Sie haben aber gegenüber Wärmepumpen – die ebenfalls umweltfreundlich arbeiten – einen anderen Vorteil: Holzheizungen können problemlos mit hohen Vorlauftemperaturen arbeiten, ohne dass ihre Effizienz darunter stark leidet. Sie eignen sich daher für Gebäude, die auch nach einer Sanierung noch relativ viel Heizwärme benötigen.


Viele MuKEn-Standardlösungen setzen auf erneuerbare Energie.

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