Dämmmaterial muss vieles leisten

Der Hauptnutzen einer Wärmedämmung liegt in der Energieersparnis. Doch auch Schall- und Brandschutz sowie weitere Faktoren können sich verbessern.

Text – Raphael Hegglin

04.12.2020

Wärme zurückhalten: Das ist die Hauptaufgabe eines Dämmmaterials. Möglich wird dies bei den meisten Materialien durch eingeschlossene Luft. Auf die gleiche Weise funktioniert unsere Kleidung. Ob Daune, Polyesterwatte oder Wolle: Sie alle bauschen sich auf und schliessen isolierende Luft ein.

Die bei uns gebräuchlichsten Dämmstoffe sind Steinwolle, Glaswolle, Expandiertes Polystyrol (Styropor) sowie Holz- und Cellulosefasern. Sie alle halten Wärme mehr als zehnmal besser zurück als Backstein und bis zu 50 Mal besser als ungedämmter Stahlbeton. Die Energieeffizienz eines gut gedämmten Hauses ist also markant höher als die eines ungedämmten Gebäudes.


Dämmen für Hitzeschutz

Dämmmaterialien halten nicht nur Heizenergie in einem Haus zurück, sondern schützen im Sommer auch vor eindringender Hitze. Dieser Aspekt wird in Zeiten des Klimawandels immer wichtiger: Eine ausreichende Dämmung der Gebäudehülle ist eine der wichtigsten – und einfachsten – Massnahmen zum Schutz vor Überhitzung.


Schutz vor Feuer

Die Schweiz ist eines der am dichtesten besiedelten Länder Europas. Entsprechend hoch ist die Lärmbelastung in den Städten und Agglomerationen. Da kommt eine Wärmedämmung gerade recht, denn sie verbessert – in Kombination mit Schallschutzfenstern – den Schallschutz spürbar.


Ebenso kann eine Wärmedämmung den Brandschutz eines Gebäudes verstärken. Besonders geeignet dazu ist Stein- und Glaswolle, die auch bei Temperaturen von über 1000 Grad Celsius formstabil bleibt und brandhemmend wirkt.

Es ist also nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes sinnvoll, ein Haus zu isolieren. Ebenso verbessern sich mit einer Wärmedämmung der Wohnkomfort und die Sicherheit.


Mit einer Wärmedämmung verbessern sich die Energieeffizienz, der Wohnkomfort und die Sicherheit eines Gebäudes.

© Foto von Flumroc